C1 Wölfe - DJK Waldbüttelbrunn 36 : 37 (19:21)..

SpielerInnen:TVM L. Schmidt (Tor) - N. Thamm (2), Lars Frankmölle, T. Prechtl (6), N. Sosniok (5), P. Richter (6), T. Brand (7), T. Frankmölle (10)
Zuschauer:30
7-Meter:TVM 0 - DJK 3/3
Zeitstrafen:TVM 1 - DJK 1
rote Karten:- / -
Schiedsrichter:Kai Fuchs

Couragierte Leuchertzer scheitern nur knapp

Sichtliches Durchatmen nach dem knappen 36:37 Erfolg bei der favorisierten DJK Waldbütttelbrunn. Der Tabellenletzte TV Marktleugast fordete dem mittlerweile nach Minuspunkten aufgestiegenen Tabellenzweiten alles ab. Nach einer couragierten Leistung standen die Leuchertzer in einem packenden Handball-Krimi  erneut ohne Punkte da. Der junge und sympathische Gäste-Coach Jonathan Hansen zum TVM: "Euer Spiel entspricht nicht Eurem Tabellenstand."

Nun, das Spiel stand zunächst unter keinem guten Stern. TVM-Torschütze Nr.1 Marco Uhlich musste verletzungsbedingt zuschauen, und kurzfristige Absagen aus der Reserve ließen genügend Platz in der Wechselzone. Die Gäste aus Unterfranken mussten zwar auf ihren etatmäßigen Keeper verzichten, hatten aber jene Truppe dabei, die dem Tabellenführer HC Erlangen als einziges Team bislang Paroli bot. Die Favoriten-Rolle war also klar vergeben und über 0:1, 1:3 und 3:7 wurden die selbsternannten „Sumpfler“ dieser Rolle auch gerecht.  Bereits jetzt bestach die DJK mit einer sehr hohen Tor-Effizienz. Allen voran Spielmacher Lennard Karl, der Kopf, Herz und Seele sowie zwölffacher Torschütze seines Teams war. Zum Zunge-schnalzen sein Rückraum-Treffer zum 12:15 (18.), komplett überraschend, aus dem Stand abgezogen. 

Doch der knappe Zwischenstand verriet bereits, dass der TVM nicht gewillt war, das heimische Feld kampflos zu überlassen. Mit der Euphorie des Sieges gegen den SC Eching hatten die selbsternannten „Leuchertzer Wölfe“ Blut gewittert und die Erfolgs-Fährte aufgenommen. Sowohl über die Außen als auch über den Kreis kam der TVM zum Erfolgserlebnis. Dabei traten insbesondere Nico Thamm und Toni Prechtl aus einem torarmen Schatten heraus und setzen Akzente. Letzterer mit dem Anschlusstreffer zum 18:20 und der zehnfache Top-Torschütze des Leuchertzer Spiels, Thilo Frankmölle zum 19:20 kurz vor der Halbzeit gaben Auftrieb für die zweiten 25 Minuten. 
Leider zogen die DJKler Lukas Grimmer und wiederholt  Lennard Karl die Daumenschrauben an und brachten die Gäste zum ersten Mal mit fünf Toren in Führung 20:25 (29.). Ein Vorsprung, den sie bis zur 37. Minute hielten, aber nicht ausbauten (25:30). Und so geschah das, was den Handball so atttraktiv machte. Torhüter Lars Schmidt bekam hinten mehr Bälle zu fassen und Tobias Brand (7 Tore) setzte sich energisch durch oder schuf Platz für seine Mitspieler. Tor um Tor kämpfte sich Leuchertz heran.  27:30 (39., Toni Prechtl), 30:32 (43.), 33:34 (46. jew.  Thilo Frankmölle) und plötzlich stand es durch ein Tor von Paul Richter 35:35 (47.).

Die Sensation lag in der Luft, doch vor lauter Freude und Begeisterung vergaß der TVM im Spielaufbau die notwendige Ruhe und Cleverness. Zwei Unachtsamkeiten bestrafte Lukas Grimmer eiskalt zur 35:37 Vorentscheidung 90 Sekunden vor dem Ende. Ärgerlich auch das zugesprochene Strafwurfverhältnis von 0:3 für die DJK. Es hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn das 7m-Verhältnis trotz der sehr fairen Spielweise beider Teams 7:8 hieße, und Nick Sosniok seine 100%-Quote hätte bestätigen dürfen. Was wäre dann für ein Ergebnis möglich gewesen? Schade! Aber der Frust währte nur kurz und die Vorfreude auf das Kellerduell bei der TG Heidingsfeld war bereits  zu spüren. 

Der Sieg der DJK ging über die komplette Spielzeit betrachtet absolut in Ordnung. Man wünscht der sympathischen Truppe jedoch mehr Fans zu den Auswärtsspielen. Typen wie Lennard Karl hätten es verdient.